Wenn sich der Saugroboter im Kreis dreht, liegt die Ursache meist viel banaler, als es scheint: ein verschmutzter Sensor, ein blockiertes vorderes Stützrad, ein Antriebsrad mit höherem Widerstand oder eine verwirrte Karte nach dem Verschieben der Ladestation. Das ist ein guter Heimwerkereingriff, solange Sie bei Reinigung, Prüfung des freien Laufs und dem Zurücksetzen dessen bleiben, was der Nutzer selbst anfassen darf. Wenn ein Antriebsrad überhaupt nicht reagiert, der Roboter nach der Reinigung einen Sensorfehler meldet oder das Gehäuse wegen Wasser bereits geöffnet wurde, sollten Sie hier aufhören.
Besondere Servicerfahrung ist nicht nötig, aber es hilft zu wissen, wo sich Abgrundsensoren, vorderes Stützrad, Seitenbürste und Ladekontakte an Ihrem Modell befinden. Nützlich ist auch, ein Navigationsproblem von mechanischem Widerstand unterscheiden zu können: Wenn der Roboter ständig die Richtung sucht, während ein Rad hakt, wird das nicht an denselben Stellen behoben.
1 Bereiten Sie einen sauberen Arbeitsplatz und den Ausgangszustand vor
Schalten Sie den Roboter am Schalter aus, nehmen Sie ihn von der Ladestation und leeren Sie den Staubbehälter, damit kleiner Schmutz Sie bei der Prüfung nicht täuscht. Stellen Sie ihn bei gutem Licht auf einen Tisch oder Boden und legen Sie ein weiches Tuch, Wattestäbchen und eine kleine Bürste bereit. Bevor Sie irgendetwas auf Werkseinstellung zurücksetzen, notieren Sie, ob das Problem nach dem Verschieben der Ladestation, einem App-Update oder dem Hängenbleiben unter Möbeln auftrat, denn diese Kleinigkeit erklärt oft das ganze Verhalten.
2 Bestimmen Sie, wann genau die Drehung beginnt
Beobachten Sie, ob sich der Roboter dreht, sobald er die Station verlässt, erst bei einem dunklen Teppich, nur in einem Raum oder nach dem ersten Kontakt mit einem Hindernis. Dreht er sich bei jedem Versuch zur selben Seite, fällt der Verdacht sofort auf ein Rad, das vordere Stützrädchen oder den Sensor auf dieser Seite. Tritt die Drehung erst nach dem Laden der Karte auf, kann das Problem an einer virtuellen Sperrzone, einer schlecht platzierten Station oder verwirrter Raumorientierung liegen, nicht am Antrieb selbst.
3 Reinigen Sie die Sensoren und prüfen Sie den freien Lauf der Räder
Wischen Sie die Abgrundsensoren an der Unterseite, das Fenster des vorderen Sensors und den beweglichen Stoßfänger mit einem trockenen, weichen Tuch ohne aggressive Mittel ab. Entfernen Sie dann Haare und Fäden von den Achsen der Seitenbürste, des vorderen Stützrädchens und beider Antriebsräder. Drehen Sie die Antriebsräder von Hand, sollte der Widerstand auf beiden Seiten ähnlich sein; geht eines kaum zurück oder bleibt eingezogen, haben Sie bereits eine konkrete Spur und es hat keinen Sinn, den Fehler nur über die App zu suchen.
4 Ordnen Sie Station und Softwarehindernisse erst nach der mechanischen Prüfung
Stellen Sie die Ladestation wieder an eine ebene Wand mit ausreichend freiem Platz links, rechts und davor und wischen Sie die Kontakte an Roboter und Station ab. Entfernen Sie in der App virtuelle Wände, Sperrzonen und die alte Karte nur, wenn Sie zuvor festgestellt haben, dass sich Räder und Sensoren normal verhalten. Ein Software-Reset ist erst sinnvoll, wenn Sie sicher sind, dass der Roboter gerade losfahren kann; sonst wird der Defekt nur durch einen neuen Zyklus überdeckt.
5 Machen Sie einen kurzen überwachten Durchlauf und setzen Sie eine Grenze
Lassen Sie den Roboter zunächst auf einer kleinen, ebenen, hellen Fläche ohne Teppiche, Kabel und Stühle laufen, um zu sehen, ob er die Richtung hält und an Hindernissen richtig die Richtung wechselt. Erst danach bringen Sie ihn zurück in den gewohnten Raum. Dreht er sich wieder zur selben Seite, springt ein Rad, bleibt der Stoßfänger eingezogen oder meldet die App weiterhin einen Sensor, obwohl alle zugänglichen Stellen sauber sind, öffnen Sie das Antriebsmodul nicht blind, sondern bleiben Sie bei dieser Diagnose.
Endkontrolle
- Der Roboter fährt auf ebenem Untergrund geradeaus, zieht nicht ständig zu einer Seite und bleibt nicht in der eigenen Drehung stecken.
- Beide Antriebsräder und das vordere Stützrädchen haben einen gleichmäßigen, freien Lauf ohne aufgewickelte Haare und hartes Hängenbleiben.
- Abgrundsensoren, Stoßfänger und Ladekontakte sind sauber, und das Problem kehrt nach erneutem Kartieren oder einem kurzen Zyklus nicht sofort zurück.
- Es ist klar, ob die Ursache Schmutz und Navigation waren oder der Roboter Service für Antrieb, Sensoren oder Elektronik braucht.
Häufige Probleme
- Der Roboter arbeitet nach der Reinigung einige Minuten normal, dann fängt er wieder an sich zu drehen.
- Meist bleibt das vordere Stützrädchen teilweise blockiert, oder ein Antriebsrad verliert erst unter Last den Lauf. Vergleichen Sie den Widerstand von linker und rechter Seite erneut, statt sofort die Karte zu beschuldigen.
- Die Drehung tritt nur auf dunklem Teppich oder sehr glänzenden Fliesen auf.
- Dann kann der Abgrundsensor den Untergrund fälschlich als Abgrund lesen. Bestätigen Sie, dass er auf hellem, ebenem Boden ordentlich arbeitet; wenn ja, liegt das Problem an den Bodenbedingungen, nicht am Antriebssystem.
- Nach Reinigung und Reset meldet die App weiterhin denselben Sensor oder dasselbe Rad.
- Das deutet auf einen Defekt hin, der nicht mehr an der Oberfläche liegt: Kabel, Schalter, Encoder oder das Modul selbst. Da hilft kein neues Kartieren mehr, sondern ein Service, der das Bauteil öffnen und messen kann.