1 Teile, Anzugsmomente und Ablauf abstimmen
Besorge vor der Arbeit das Werkstatthandbuch für das genaue Modell, prüfe Beläge, Sensoren, Dehnschrauben und die vorgeschriebenen Anzugsmomente. Eine elektrische Feststellbremse erfordert unter Umständen den Diagnose-Servicemodus.
2 Fahrzeug sicher anheben und abstützen
Sichere das Fahrzeug auf ebenem, festem Untergrund mit Unterlegkeilen, löse die Radmuttern, hebe es am Werkswagenheberpunkt an und lasse es auf zugelassene Unterstellböcke ab. Nimm das Rad erst ab, wenn das Fahrzeug stabil steht.
3 Bremssattel ausbauen und Baugruppe prüfen
Schraube die entsprechenden Bolzen heraus, hänge den Bremssattel mit Draht auf und lass ihn nicht am Bremsschlauch hängen. Prüfe Bremsscheibe, Kolbenmanschette, Führungsbolzen und auf Anzeichen von Undichtigkeiten. Bei Beschädigungen Arbeit abbrechen.

? Tipp: Bremsbeläge werden immer satzweise für beide Räder derselben Achse gewechselt; niemals nur auf einer Seite.
4 Kolben zurückstellen und Beläge einbauen
Beobachte den Bremsflüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter, während du den Kolben mit dem Bremssattel-Rückstellwerkzeug langsam zurückdrückst. Reinige die Sitze, montiere neue Klammern und fettfreie Beläge auf den Reibflächen und baue alles nach Anleitung zusammen.

5 Festziehen, Pedal aufpumpen und Bremsen einbremsen
Ziehe die Schrauben mit dem vorgeschriebenen Drehmoment an, montiere das Rad und wiederhole den Vorgang auf der anderen Seite der Achse. Pumpe vor dem Starten das Bremspedal auf, bis es hart wird, prüfe den Flüssigkeitsstand und bremse die Beläge nach Herstellervorgaben ein.
⚠ Warnung: Bremsen sind sicherheitskritisch. Wenn du keine Unterstellböcke, Drehmomentschlüssel, Werkstattdaten oder Erfahrung hast, beginne die Arbeit nicht. Ein weiches Pedal, Undichtigkeiten oder ungleiche Bremswirkung erfordern vor der Fahrt eine fachmännische Überprüfung.