Ein Spülkasten, der ständig Wasser in die Toilette abgibt, verbraucht unbemerkt bis zu mehrere hundert Liter am Tag. Die Ursache ist fast immer eine abgenutzte Dichtung, eine Membran oder ein falsch eingestellter Schwimmer. Dies ist eine der lohnendsten Reparaturen zum Selbermachen – die Teile sind günstig und das Werkzeug ist minimal. Schließe vor Beginn der Arbeiten das Eckventil an der Wasserzufuhr des Spülkastens.
Grundlegende Kenntnisse im Umgang mit Schraubendreher und Schraubenschlüssel reichen aus. Wichtig ist nur, vor Arbeitsbeginn die Wasserzufuhr zu schließen und den Spülkasten zu entleeren.
⚠ Sicherheitshinweis: Diese Anleitung umfasst Arbeiten mit Wasserinstallationen. Wenn du dir nicht bei jedem Schritt absolut sicher bist, brich ab und ruf einen zugelassenen Fachmann. Schalte vor Arbeitsbeginn immer den Strom an der Sicherung ab bzw. dreh den Haupthahn für Wasser/Gas zu.
1 Schließe die Wasserzufuhr zum Spülkasten

Das Absperrventil befindet sich normalerweise an der Leitung oder dem Schlauch unter oder hinter der WC-Schüssel – drehe es im Uhrzeigersinn ganz zu.
2 Entleere den Spülkasten

Betätige die Spülung, um das Wasser abzulassen. Wische den Rest am Boden mit einem Schwamm und einem Tuch auf, da du im Inneren des Spülkastens arbeiten wirst.
3 Überprüfe den Schwimmer und das Gestänge

Nimm den Deckel des Spülkastens ab – wenn der Schwimmer zu hoch eingestellt ist, läuft ständig Wasser in das Überlaufrohr. Biege das Gestänge vorsichtig leicht nach unten oder stelle die Schraube am Füllventil so ein, dass der Wasserstand etwa 2 cm unter der Oberkante des Überlaufrohrs liegt.
⚠️ Warnung: Ziehe Kunststoffhebel und -schrauben nicht zu fest an – der Kunststoff des Spülkastenmechanismus bricht leicht, und der Austausch des gesamten Spülkastens ist weitaus teurer als vorsichtiges Arbeiten.
4 Überprüfe das Ablaufventil (Dichtung/Membran)

Wenn die Dichtung am Boden des Spülkastens zerkratzt, verformt oder verkalkt ist, ist dies die häufigste Ursache für unbemerktes Auslaufen. Hänge sie von der Kette aus, nimm sie heraus und reinige sie oder ersetze sie durch eine neue gleichen Typs und gleicher Größe.
? Tipp: Ein Färbetest deckt geringe Undichtigkeiten auf: Gib einige Tropfen Lebensmittelfarbe in den Spülkasten und warte ca. 15 Minuten, ohne zu spülen. Wenn sich das Wasser in der WC-Schüssel verfärbt, ist das Ablaufventil undicht.
5 Überprüfe das Füllventil

Wenn nach dem Einstellen des Schwimmers immer noch Wasser in den Überlauf läuft, ist wahrscheinlich die innere Gummidichtung des Füllventils abgenutzt. In diesem Fall sollte der gesamte Mechanismus durch ein Universalset aus dem Sanitärfachhandel ersetzt werden.
6 Baue alles zusammen und öffne langsam die Wasserzufuhr

Beobachte das Befüllen des Spülkastens und stelle sicher, dass kein Wasser mehr nachläuft, sobald die Füllstandsmarkierung erreicht ist, und dass an den Verbindungen kein Wasser austritt.
7 Betätige die Spülung und horche hin

Wenn du immer noch ein leises Rauschen hörst oder sich der Spülkasten von selbst entleert, dichtet das Ablaufventil wahrscheinlich noch nicht richtig ab. Überprüfe in diesem Fall erneut seinen Sitz.
Endkontrolle
- Betätige die Spülung und warte, bis sich der Spülkasten gefüllt hat – der Füllvorgang stoppt vollständig und es ist kein Zischen oder Plätschern mehr zu hören
- Wirf ein Stück Toilettenpapier an die trockene Rückwand der WC-Schüssel und warte 10–15 Minuten – das Papier bleibt trocken, es läuft kein dünner Rinnsal herunter
- Das Zulaufventil ist wieder geöffnet und am Anschluss von Schlauch und Spülkasten tritt kein Wasser aus
Häufige Probleme
- Die Dichtung wurde ausgetauscht, aber es läuft immer noch Wasser in die WC-Schüssel
- Überprüfe den Ventilsitz des Ablaufventils – Kalkablagerungen am Rand verhindern das saubere Anliegen der Gummidichtung. Wische den Rand mit einem Schwamm und Essig ab oder schleife ihn ganz fein an, bevor du die Dichtung wieder einsetzt. Wenn auch der Schwimmer zu hoch eingestellt ist, läuft Wasser über das Überlaufrohr ab – stelle den Schwimmer tiefer ein.
- Nach dem Zusammenbau füllt sich der Spülkasten sehr langsam oder gar nicht
- Feine Kalkpartikel oder Schmutz aus den Leitungen haben das Füllventil verstopft. Schließe die Zufuhr, schraube den Schlauch ab und lass etwas Wasser in einen Eimer laufen, um den Schmutz auszuspülen. Zerlege dann das Füllventil und reinige den Filter/die Membran.
